3. Steinobst-Forum auf der expoSE
Zum 3. Mal veranstaltet der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE) mit dem VSSE-Vorstandsmitglied Dominic Ell, Beeren- und Steinobsterzeuger vom Beerenhof Ell in Oberkirch, und Mitorganisator Herbert Knuppen das Steinobst-Forum im Rahmen der Fachmesse expoSE.
Das Programm:
Termin: Mittwoch, 18. November, 10 - 12 Uhr, Vortragsforum am VSSE-Stand in Halle 2
Die mechanische Unkrautbekämpfung – ein Vergleich der aktuellen Geräte
Referent: Alexander Zimmermann, Arbeitsbereich Technik & Unternehmensentwicklung, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)
Alexander Zimmermann wird verschiedene Geräte zur maschinellen Baumstreifenpflege im Obstbau vorstellen, die von ihrer Wirkung eine Alternative bzw. Ergänzung zum Herbizid-Einsatz im Baumstreifen sein können. Zu den Geräten zählen angetriebene umlaufende Werkzeuge, gezogene Unterschneidewerkzeuge, Scheibeneggen, Mähwerke und Bürsten. Besonders wichtig ist für ihn aufzuzeigen, wie praxistauglich diese Geräte sind.
Bewässerung im Steinobst: Wasserbedarf der Pflanzen - Bewässerungsmanagement – Bewässerungssteuerung
Referentin: Elke Immik, Obstbauberatung- und Versuchswesen, Abteilung Agrarwirtschaft, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Das Jahr 2026 zeigte sich bisher als extrem trockenes Jahr mit sehr hohen Temperaturen. Laut Langzeitprognose des Deutschen Wetterdienstes kann sich dies auch in den kommenden Jahren fortführen. Wir müssen also mit längeren Trockenperioden und vielen Hitzetagen rechnen. Die Hitzeperioden treffen Bäume, die in unbewässerten Anlagen aufgrund der Trockenheit gestresst sind. An den noch nicht abgeernteten Bäumen drohen Hitzeschäden, und Sonnenbrand an den Früchten. Auch abgeerntete Bäume können, insbesondere auf leichten Böden, große Trockenstresssymptome zeigen. Die Vitalität leidet, was auch in den Folgejahren noch spürbar sein kann. Vereinzelt kann es sogar zu Totalschäden kommen.
Elke Immik wird aufzeigen, wie ein effizientes Bewässerungsmanagement im Betrieb gelingt, und mit welchen sinnvollen Techniken die knappe Ressource Wasser optimal genutzt werden kann. Weiterhin wird sie auf Möglichkeiten der Erschließung eingehen und worauf dabei zu achten ist.
Der Anbau von Mandeln in Deutschland – eine Nischenkultur mit Potential
Referent: Peter Hilsendegen, Obstbauberatung- und Versuchswesen, Abteilung Gartenbau, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Deutsche Landwirte, Winzer und Obstbauern suchen zunehmend nach Diversifizierungsmöglichkeiten. Der Anbau von Mandeln wird von vielen als interessante Option angesehen. Das wachsende Interesse an Schalenobst ist unter anderem auf ein steigendes Bewusstsein für den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Lebensmittelproduktion sowohl bei Verbrauchern als auch bei Produzenten zurückzuführen.
Einer der großen Vorteile der deutschen Mandeln ist ihre Nachhaltigkeit, angefangen beim verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, in puncto Kreislaufwirtschaft, den Umweltschutz und die soziale Verantwortung. Dazu kommt das äußerst vollständige Ernährungsprofil der Mandel mit einem hohen Anteil an pflanzlichen Proteinen (was die Herstellung von Schokolade für Vegetarier und Veganer ermöglicht), Kalzium und ungesättigten Fetten – alles Eigenschaften, die sie zu einem der gesündesten Snacks auf dem Markt machen. Bietet der Anbau von Mandeln in Deutschland also eine Perspektive?
Wo liegen die Risiken, wo die Chancen, welche Sorten eignen sich? Peter Hilsendegen von der Obstbauberatung- und Versuchswesen Abteilung Gartenbau Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe Hunsrück wird über die bereits gemachten Erfahrungen beim Anbau von Mandeln berichten.
